25 Jahre Einsamkeit. Mein Weg zu Gott.

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Erfolgreicher Programmierer, glücklicher Familienmensch, verantwortungsbewusster Diener, liebevoller, verständnisvoller und fröhlicher junger Mann. So kennt die messianische Gemeinde Alexander Golot. Mit seinen Zeugnissen, lässt er die Menschen um ihn herum staunen, wie Gott in seinem Leben und dem Leben seiner Angehörigen wirkt. Aber vor fünf Jahren war er weder selbstbewusst noch positiv und glücklich. Und wenn er in einem bestimmten Moment nicht zu Gott gefunden hätte, dann würde seine Geschichte heute ganz anders klingen.

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Alex war nie ein Atheist. Wer Gott ist, und warum man an Ihn glauben soll, wusste er von Kind auf: er ging nämlich viele Jahre auf eine katholische Sonntagsschule. Als Erwachsener aber begriff er, dass der katholische Glaube nichts für ihn ist. Schließlich verließ er die Kirche, aber Gott hat sein Herz nicht losgelassen.

Der Heilige Geist versuche den Jungen immer wieder zu erreichen. „Als ich noch ein Student war und Philosophie studierte, erwischte ich mich plötzlich bei dem Gedanken, dass ich die Philosophen als ein gläubiger Mensch beurteile, obwohl ich selbst eigentlich in Sünde lebe. Mir war klar, warum Nietzsche sich irrte: er kannte Gott nicht, erinnerte sich Alex. Einen solchen Zustand nennen Psychologen kognitive Dissonanz. Tief im Herzen suchte Alex wieder nach Gott, lebte jedoch äußerlich absolut gottlos.

„Ich wusste schon, dass ich irgendwie eine Beziehung zu Gott habe, aber Ihn mehr zu suchen und mein Leben radikal zu ändern, wollte ich damals noch nicht“. Außerdem gibt Alex offen zu, dass er betrügen musste, um seine Karriereleiter hoch zu klettern.
„Ich lebte viele Jahre in wilder Ehe, hatte jedoch keine Emotionen. Ich konnte niemandem Wärme schenken. Da war eine Leere in meiner Seele und, es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer. Dann kam eine Depression aufgrund von Einsamkeit dazu. In der Stadt Saporoschje kam ich sogar in Zauberkreise hinein! „Das führte dazu, dass ich permanent Zwangsgedanken hatte mein Leben beenden zu müssen, denn ich sah keinen Sinn im Leben,“ vertraut sich Alex an.

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Aber Gott bewahrte den jungen Mann davor. Dann bekam Alex die Möglichkeit nach Kiew umzuziehen, fing eine Umschulung zum Programmierer an und bekam danach eine gute Arbeitsstelle. Im nach hinein versteht er, dass Gott ihm dabei half. Gott führte ihn zwar in die Buße, aber es passierte nicht sofort. Lange Zeit versuchte Alex die seelische Leere damit zu füllen, indem er sich auf das Erreichen materieller Ziele konzentrierte: „Ich komme aus einer bescheidenen Familie, darum war ich erst mal auf Karriere und Selbstverwirklichung fokussiert um mehr Geld zu verdienen. Mitten in Depression, Bedrückung und Hoffnungslosigkeit, war ich mir sicher, wenn ich nur erfolgreich bin und genug Geld verdiene, dann wird alles gut. Aber ich irrte mich. Denn ich hatte zwar irgendwann alles, aber die Freude war trotzdem nicht da.“

Um Antworten zu finden, ging Alex zu einem Psychologen, aber die Sitzungen brachten nichts. „Ich weiß nicht, wie ich dir bloß helfen soll. Wir „wühlen und wühlen“, aber ich komme nicht an die Wurzel des Problems heran“ sagte der Profi. Alex war von Psychologen total enttäuscht , was die verfahrene Situation nur noch mehr verschlimmerte. Und Gott wartete weiter auf ihn. Aber dann kam endlich der Moment der Wahrheit .

„Enttäuscht von Psychologen, meiner Kariere und der schönen 2-Zimmer-Mietwohnung direkt im Zentrum von Kiew, begriff ich endlich, dass ich nur zwei Möglichkeiten habe, um mit der Depression fertig zu werden: entweder ich nehme Drogen oder ich gehe zu Gott. Ich gab mir selbst eine Antwort - „die Drogen laufen nicht weg, ich gebe erst mal Gott eine Chance“, dachte Alex.
Und sagte zu Gott: „ich höre auf mit Hurerei, Betrügen und Sündigen und bekenne alle meine Schuld, aber Du, Gott, rette mich aus der Einsamkeit, gib mir Freude und ordne mein Privatleben!

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Und Gott antwortete! Drei Wochen später wurde Alex in die jüdische messianische Gemeinde in Kiew eingeladen. Ab diesem Moment an veränderte sich sein Leben radikal. Alex bereute seine Sünden und bekehrte sich. In den letzten fünf Jahren bekam er viele Freunde. Er heiratete eine tolle junge Frau. Er hat einen gut bezahlten Job und konnte sogar eine Wohnung in Kiew kaufen.

Er übernahm Verantwortung in der Gemeinde und startete einen PC-Kurs, wo er kostenlos das ABC des Programmierens jungen Menschen beibringt – damit sie leichter eine gute Arbeit finden können.

Er hat inzwischen vergessen, was Einsamkeit ist, weil sein Leben nun einen Sinn bekommen hat! Dieser Sinn ist in den Worten der Bibel zu finden: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. Und dies alles wird euch hinzugefügt werden“ (Matthäusevangelium 6,33).

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Text: Vitali Margalik

Fotos: aus dem Privatarchiv von Alexander Golot. Jesús Rodríguez

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