Natalia Spiegelman: "Man kann sehr lange darüber diskutieren, wer mehr Jude ist und wer weniger.“

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Wie kommt es dazu, dass Juden Jeschua als ihren Retter annehmen und messianische Gemeinden besuchen? Und das nicht nur für einen Monat oder ein Jahr, sondern dort mit ihren ganzen Familien mit ihren Wurzeln reinwachsen, und nicht einmal den Fakt verheimlichen dass sie ihren jüdischen Messias gefunden haben. Wir führen unsere Umfrage fort und wollen von unseren jüdischen Geschwistern wissen warum sie eine solche Entscheidung für sich getroffen haben. Und jedes Mal bekommen wir eine einzigartige und spannende Lebensgeschichte zu hören.

Heute haben wir mit einer bekannten Sängerin, Musikerin und Autorin Natalia Spiegelman gesprochen.

- Natalia, lass uns unseren Lesern über dich erzählen, die dich noch nicht kennen. Stell dich kurz vor, wer bist du, was machst du?

- Ja, ich heisse Natalia Spiegelmann. Ich bin Musikerin, Sängerin, Mensch. Ich liebe die Musik, sie ist ein Teil von mir, meiner Seele. Ich mache Musik seit meinem 6. Lebensjahr und nehme an verschiedenen Festivals und Konzerten teil. Ich habe in Israel gelebt und in der Musikhochschule Tel Aviv Gesang studiert. In der Ukraine habe ich drei Alben mit meinen eigenen Liedern herausgebracht und trete auf Konzerten und Festivals auf. Ich liebe es zu singen und Gott an den Sabbaten und in anderen jüdischen Gottesdiensten zu preisen, sowie an Wohltätigkeitsprojekten teil zu nehmen.

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 - Du bist Jüdin. Warum gehst du in eine messianische Gemeinde? Wie bist du hier gelandet und warum bist du hier geblieben?

- Das war für mich ganz klar, dass ich hier bleibe. Es gab keine anderen Wege für mich! Denn als ich aus Israel zurückgekehrt bin, fehlte mir die Atmosphäre die ich dort erlebt habe sehr!

Meine Eltern sind 1993 nach Israel ausgewandert und es war ein Riesenunterschied zu Ukraine damals! Ein postsowjetischer Staat und ein wohlhabendes blühendes warmes freies Israel. Die Mentalität und die Atmosphäre in Eretz Israel haben einen unvergesslichen Eindruck auf mich hinterlassen. Solch eine unbeschreibliche Freiheit habe ich noch nie zuvor erlebt. Die gleiche Freiheit habe ich auch in unserer Gemeinde erlebt als ich in die Ukraine zurückgekehrt bin.

Alles was mich an Israel erinnert hat war für mich sehr wertvoll und ich wünschte mir sehr in dieser Atmosphäre der Freiheit und Freude zu bleiben. Und genau die Atmosphäre herrschte auch in JMGK.

- Ich habe eine Frage. Warum bist du nicht in der Ukraine in die Synagoge gegangen? Denn in unserer Gesellschaft ist es der einzig logische Weg: "Jude - Synagoge". Warum messianische Gemeinde?

- In der Synagoge gibt es doch noch nicht einmal eine Trommel. Nein, war ein Scherz. 

In meinem Leben gab es eine sehr schwere Phase, wo ich zwischen Leben und Tod stand. Und genau dann waren Bekannte die gläubig waren bei mir. Ich habe eine wahre Fürsorge und Zuwendung erlebt. Von ihnen habe ich über den lebendigen Gott gehört, über die Errettung, und natürlich über den Retter Jeschua. Er hat mich errettet und wiederhergestellt. Ich habe den Sinn für mein Leben gefunden, den ich früher nie finden konnte. Das alles ist der Grund warum ich seit dem und bis heute in der jüdisch messianischen Gemeinde bin. Wo ich frei und freudig singen, loben und meinem Erretter und Seinem (und meinem eigenen) jüdischen Volk dienen kann. 

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- Du glaubst an Jeschua als deinen Messias und persönlichen Retter. Wie passt das mit dem dass du Jüdin bist zusammen? Denn es gibt ja eine Meinung dass wenn ein Jude Jeschua annimmt, dann ist er angeblich nicht mehr Jude.

Über Jeschua habe ich auch in Israel viel gehört. Also war es für mich nichts Neues dass Er Jude war, Israeli. Im Gegenteil, ich habe mich sehr gefreut als ich verstanden habe an wen die messianischen Gläubigen glauben. Und als ich die wörtliche Übersetzung des Johannes Evangelium 4:22 las: "ihr verehrt den den ihr nicht kennt, wir verehren den wir kennen, denn die Errettung kommt von den Juden", so passte alles auf einmal.

Ja ich glaube an den Tanach (Tora, Propheten und die Heilige Schrift), aber auch an Brit Hadascha (das Neue Testament). Und wenn ich die Tora lese, so sehe ich, dass Gott der Gott von Abraham, Isaak und Jakob ist. Dort steht es geschrieben, dass es immer nach dem Vater ging zu welchem Stamm man gehörte. In modernem Judentum wurde das geändert, aus welchem Grund auch immer, dass die Stammeszugehörigkeit nach der Mutter geht. Deswegen kann man sehr lange diskutieren wer mehr Jude ist und wer weniger. Für manche habe ich aufgehört Jüdin zu sein, für andere war ich auch nie eine...

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Ich weiß eines: ich liebe Israel, ich liebe den Gott Israels und den Maschiach Jeschua! Ich liebe die jüdischen Feste, von denen Gott im Tanach und im Brit Hadasch uns sagte, wir sollen sie feiern! Mir gefällt es sehr, dass mein Erretter in Israel geboren wurde und dass seine Eltern Miriam und der jüdische Vater Joseph sind und dass sein Verwandter König David war, auch ein richtiger Jude! Und das alle Aposteln der Bibel auch Juden und Israelis waren. Und das Volk, zu dem unser Retter das erste mal kam - das waren unsere Geschwister - war das jüdische Volk das im Osten von Israel lebte.

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Deshalb nein, ich fühle mich nicht weniger jüdisch nur weil ich an meinen jüdischen Maschiach glaube und Ihn als meinen Erretter angenommen habe! Ich bin mit all den Juden die ich vorhin aufgezählt habe verwandt! Das ist mein Fels, mein jüdischer Gott!

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